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Cybergewalt ist längst Teil der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen

– und damit auch des Kinderschutzes.

Im Juni kamen Fachkräfte aus Prävention, Polizei, Beratung und Kinder- und Jugendhilfe zusammen, um darüber zu diskutieren, wie Kinder und Jugendliche im digitalen Raum wirksam geschützt werden können.

Die zentralen Erkenntnisse des Fachtags machen deutlich: Digitale und analoge Lebenswelten lassen sich nicht mehr voneinander trennen. Kinderschutz muss deshalb den digitalen Raum konsequent mitdenken.

                                                 

Für uns steht fest:
➡️ Prävention beginnt mit Sensibilisierung und Qualifizierung.
➡️ Fachkräfte, Eltern und Bezugspersonen brauchen Wissen, Sicherheit und konkrete Handlungsmöglichkeiten.
➡️ Kinder und Jugendliche benötigen vertrauensvolle Ansprechpersonen – ohne Schuldzuweisungen, aber mit klaren Unterstützungsangeboten.

Eine Aussage aus dem Fachtag bringt die Herausforderung auf den Punkt: „Kinderschutz ist immer Handeln in Unsicherheit.“ Umso wichtiger ist es, Fachkräfte zu stärken und ihnen praxisnahe Orientierung zu geben.

Aus der Podiumsdiskussion: Prävention ist wichtig! Erwachsene, Eltern und Pädagogen bestärken, sich für den Schutz vor Cybergewalt einzusetzen und entsprechend fortzubilden.

                                                 

Vertrauensbasis

Das Entdecken im digitalen Raum gehört dazu.

Man soll den Kindern und Jugendlichen die Angst nehmen, zur Polizei zu gehen. “Wir sind gut ausgebildet und unterstützen!” (Herr Schauer, Kriminaloberkommissar und Sachbearbeiter für das Kriminalitätsfeld Kinder- und Jugendpornografie, Jena)

Professionalisierung statt Formalisierung

Ein weiteres zentrales Ergebnis des Fachtags: Kinderschutz im digitalen Raum gelingt nur, wenn wir transdisziplinär zusammenarbeiten. Neben Pädagogik, Prävention, Beratung und Polizei brauchen wir künftig auch IT- und Datenschutzexpertise, um gemeinsam tragfähige Lösungen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.

Die Konzepte sollten flexibel gehalten werden: eher den Einzelfall betrachten statt enge Meldeketten.

Die im Rahmen des Fachtags erarbeiteten Erkenntnisse und Impulse sollen dabei nicht nur die weitere fachliche Arbeit bereichern, sondern der gesamten IB-Gruppe zugutekommen.